Astrofotografie - Faszination Nachthimmel

Willkommen bei meinen Astrofotos!

(Ordner "Bilder")

Wie komme ich zur Astrofotografie                   - womit und wie mache ich das?

Wie ging's los?

 

Angefangen hat es mit einem Urlaub in Südtirol. Wir waren in einem Neubaugebiet untergebracht, die Straßenlaternen funktionierten noch nicht.

Als wir am ersten Urlaubsabend zurück in unsere Unterkunft gingen, waren wir überwältigt von dem, was es alles am Nachthimmel zu sehen gibt.

Seit dem Zeitpunkt hat mich der Nachthimmel nicht mehr losgelassen und ich musste – immer, wenn es die Situation zuließ - in den Himmel schauen.

Anfangs gab es noch keine Apps, die den Himmel erklärten und so beschaffte ich mir das ein oder andere kleine Büchlein, damit ich nachlesen konnte, was ich da gerade sehe...

Erste Aufnahmen und     erstes  Teleskop 

Habe ich mich verschrieben? Muss nicht vor der ersten Aufnahme zuerst das Teleskop her?

Kann, muss aber nicht. Den ersten tieferen Blick in die Nacht hatte ich aus der

Gerhard-Franz Volkssternwarte in Tirschenreuth. Wir nutzten einen der Freitagabende, um dort einen interessanten Vortrag zu hören und im Anschluss bei bestem Wetter einen Blick durch das Teleskop werfen zu können. Da sahen wir Saturn mit seinem Ring. Das führte in diesem Urlaub zu Versuchen von Nachtzeitrafferaufnahmen mit

der Actioncam (09/2020) 

Das erste Teleskop kam einen Monat später und auch die Mitgliedschaft in der Astronomische Arbeitsgemeinschaft

Mainz e. V. (AAG) folgte. Vielen Dank an die Vereinsmitglieder, die auch einem blutigen Anfänger wie mir mit Rat und Tat sowie Geduld in die Spur halfen. 

Zunächst hatte ich die rein visuelle Beobachtung im Auge.

Probieren und           Ergebnisse

Mit dem Newton-Teleskop oder vielmehr mit eher mit der instabilen Montierung EQ3, hatte ich wenig Spaß. Einfangen, scharf stellen – zittrige Angelegenheit und falls ich den Jupiter einmal getroffen hatte – Schwupps war er wieder weg. Es folgte mein erster Techniksprung: Virtuoso Maksutov auf motorisierter Tischmontierung und SynScan WiFi Adapter. Die Zeit des Ausprobierens begann. Im Bayerischen Wald hatte ich mein erstes Erfolgserlebnis mit Jupiter und Saturn – mit einem Smartphone per Hand nachgeführt, mit einem anderen über dem Okular die Videos aufgenommen und in den kommenden Tagen bearbeitet.

Dank Corona lag die Astronomie dann erst mal auf Eis. Wegfahren und beobachten ja, nur war durch die Ausgangssperre ab 22:00 h der Heimweg verwehrt ☹

 „Astrofotografie“ - DAS ist es 

Urlaub in der Oberpfalz. Die Nächte waren  klar und es gab wenig Lichtverschmutzung. Die Milchstraße war toll zu sehen und ich wollte sie mit der Bridgekamera aufnehmen. Nach einigem Stöbern im Internet berechnet ich die Aufnahmeparameter und fertigte mehrere Aufnahmen. Ich machte mich mit Stacking und Nachbearbeitung vertraut und heraus kam mein erstes Foto der Milchstraße.

Bei dieser Nachbearbeitung wurde mir klar:  Das ist genau mein Ding!

Objekte darstellen und festhalten, die das menschliche Auge so nicht erfassen kann. Es braucht dazu die technische Ausstattung,  Kenntnisse für die Datenerhebung und die Nachbearbeitung am Rechner. Danach fing die Beschaffung der Ausrüstung  an.

Vielen Dank an die Mitglieder des Astrofotografie-Stammtisches der AAG Mainz. Die Gespräche haben mir in allen Bereichen sehr geholfen. Der persönliche Austausch einmal im Monat ist immer ein Highlight. 

Womit fotografiere ich die Objekte?        EdgeHD 800 von        Celestron

Teleskope:  (Neuestes ↓)

 

Schmidt-Cassegrain Teleskop Celestron Edge
HD 800 mit Reducer 0,7 (2025)
Teleskopöffnung: 8 Zoll = 203,2 mm
Brennweite: 2032 mm (1422 mm

mit Reducer) - für weiter entfernte Objekte gut.

Öffnungsverhältnis: f/10 (f/6.9 mit Reducer)
Gewicht: rund 7 kg

Tubuslänge: 432  mm ohne Taukappe

 

Was ist ein Öffnungsverhältnis?

Das Verhältnis von Brennweite (f) zur Teleskopöffnung - also dem Durchmesser des Lichteintritts: Brennweite / Öffnung.

Dieses Öffnungsverhältnis ist in etwa mit der Blende aus der Fotografie vergleichbar.Je kleiner die Zahl, desto "schneller" ist die Optik was bedeutet, dass die Optik lichtstärker ist.

Apochromatischer Refraktor AP 80/480 ED   FCD-100 von Explore Scientific

Mit Reducer 0,8 (2024)

 

  Teleskopöffnung: 3,14 Zoll = 80 mm

  Brennweite: 480 mm (384 mm mit Reducer)

  Öffnungsverhältnis: f/6 (~f/5 mit Reducer) 

  Gewicht: rund 2,6 kg

  Tubuslänge: 320 mm

Leicht (ich muss für Aufnahmen in der Regel die gesamte Ausrüstung "aufs Land" transportieren. Auch gut geeignet für sogenannte Widefieldaufnahmen. Es kommt durch die Brennweite bei weiter entfernten Objekten wie zum Beispiel Galaxien an seine Grenzen. Näher wäre halt schöner :-)

Maksutov 90/1250 (2021)

 Mein zweites Teleskop - für Planetenbeobachtung beschafft und mit der Option, Aufnahmen über dem Okular mit einem Smartphone zu erstellen.

Teleskopöffnung: 3,54 Zoll = 90 mm 

 Brennweite: 1250 mm

 Öffnungsverhältnis: f/13,9

 Gewicht: ~ 1,4 kg

 Tubuslänge: 250 mm

Geliefert mit einer Tischmontierung und einem WLAN-Adapter. Einrichtung für mich nicht sehr intuitiv.

Newton Teleskop      N 150/750 

Mein erstes Teleskop: Newton N 150/750 Pollux der Firma Bresser (2020)

  Teleskopöffnung: 5,9 Zoll = 150 mm

  Brennweite: 750 mm

  Öffnungsverhältnis: f/5

  Gewicht: 4,6 kg

  Tubuslänge: 900 mm

eher nicht für Astrofotografie geeignet

- meint der Verkäufer

Was benutze ich sonst noch?

Ein Teleskop ohne passendes Zubehör nutzt nichts. Es braucht noch den passenden "Unterbau" und zur Astrofotografie sind noch einige technische Ausstattungen notwendig. In Ordnung - es gibt technische Ausstattung, die absolut erforderlich ist. Bei zusätzlicher Ausstattung macht es einfach Spaß, sie einzusetzen. Das ist bei der Astrofotografie nicht anders, als bei anderen Hobbys und jeder bewertet das "sonstige Zubehör" sehr individuell.

Neben der Hardware braucht es noch die notwendige Software zur Bearbeitung des Rohmaterials.

Hier habe ich mich nach einigen Versuchen für die spezielle Astro-Software "Pixinsight" und Photoshop entschieden.

 

Folgende Ausstattung nutze ich:

 

Stativ:               Berlebach

                          Report 312 und Uni 18

Montierung:     ZWO AM5 +

                          Gegengewichte

Guiding:           ZWO Guidescope Mini und

                          Kamera ASI 224

Steuerung:        ASIAIR Plus

Fokussierer:     Elektronischer

                           Fokussiermotor von ZWO

Bildausschnitt: Elektronischer Rotator  -

                           CAA  von ZWO

Kamera:             ZWO ASI 533 MC Pro

                           RGB und

                           ZWO ASI 533 MM Pro

                           monochrome

Filter:                 Filterrad ZWO für

                           5 Filter 2"

                           S_II 12 nm;

                           H-Beta (478-496 nm);

          Optolong:  H-Alpha 7 nm;

                           O-III 6,5 nm;

                           UVIR

                           Sperr-/Luminanz Filter;

                           Clear Focusing (Klarglas)

                           Duo-Narrowband Filter 

                           l-eXtreme (H-Alpha und

                           O III) für Farbkamera

Für Korrekturbilder:

                            Flatfiledmasken von

                            Pegasus und Geoptik

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